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«Riesige Networking-Chance»

«Riesige Networking-Chance»

Ein starkes Jahr für die Schweiz: 10 Shortlist-Plätze, vier Löwen, davon sogar einer in Gold – 2026 erreicht die Schweiz ihr bestes Cannes-Lions-Ergebnis seit 2019. Und auch der Schweizer Nachwuchs zeigt sich in Cannes konkurrenzfähig. In der Young Lions Competition schafften es Šejla Husić und Nadina Tharuman von Sir Mary Media in der Kategorie Media mit «The Fitting Room That Counts» auf die Shortlist. «Es ist mega surreal», sagt Šejla Husić im Interview mit Hype5. Nadina Tharuman freute sich neben dem Shortlist-Erfolg auch über die Networking-Möglichkeiten, die man an den Cannes Lions hat. Diese und weitere Stimmen aus der Branche in unserem Recap-Video:

Insgesamt gab es für Schweizer Arbeiten 1x Gold und 3x Silber. Drei dieser Trophäen gehen auf das Konto von On. Der von Spike Jonze inszenierte Kurzfilm «Shape of Dreams» mit Zendaya wurde in Film Craft mit Gold und zweimal Silber ausgezeichnet. Der vierte Löwe kam in der Kategorie Social & Creator dazu: Silber für «Olympic Rings Pasta» des International Olympic Committee.

Mehr Löwen für die Schweiz gab es zuletzt 2019. Damals nahm die Schweizer Delegation sieben Löwen mit nach Hause. Danach wurde es deutlich ruhiger: 2025 blieb es bei zwei Shortlist-Platzierungen und keinem Löwen, 2024 und 2023 waren es jeweils zwei Löwen, und 2022 reichte es ebenfalls nur für Shortlists. Der letzte goldene Löwe liegt sogar noch etwas weiter zurück: iart gewann ihn 2017 für den Lichtfries des Kunstmuseums Basel.

Auch relativ sieht das Ergebnis stark aus. Aus 164 Einreichungen resultieren vier Löwen – eine Umwandlungsquote von rund 2,4 Prozent. In den letzten zehn Jahren war diese Quote nur einmal höher: im Rekordjahr 2019, als es sieben Löwen aus 284 Einreichungen wurden.

Vor diesem Hintergrund liest sich die diesjährige Bilanz fast schon wie ein Comeback. Doch ganz ungetrübt ist die Freude nicht. Denn die gute Schweizer Landesbilanz ist nicht automatisch eine gute Bilanz für die Schweizer Agenturszene. On ist zwar eine Schweizer Marke, die ausgezeichnete Arbeit entstand aber inhouse und mit einer US-Produktion. «Olympic Rings Pasta» zählt dank dem Einsender IOK Lausanne für die Schweiz, die Kreativagentur hinter der Arbeit ist jedoch LePub in Mailand. Und Nestlé aus Vevey war mit «The Idea That Never Had a Break» für KitKat auf der Shortlist der neuen Creative Brand Lions – allerdings ebenfalls ohne Schweizer Agenturpartner.

Aus der Schweizer Agenturwelt gab es nur zwei Shortlist-Hoffnungen: Weber Shandwick in Genf schaffte es mit «Voodoo Dolls» für Abbott in der Kategorie Pharma auf die Shortlist, TBWA\Zürich mit «The Coupon Coup» für McDonald’s in Direct. Für einen Löwen reichte es bei beiden Arbeiten leider nicht.

Grand Prix für Claude

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