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Cannes Lions: Das ist neu in 2026

Cannes Lions: Das ist neu in 2026

Weniger Einzelmeister, mehr System

Die Cannes Lions reagieren 2026 auf die Veränderungen in der Branche: Der Fokus verschiebe sich deshalb weg von einzelnen Ideen hin zu den Bedingungen, die diese überhaupt ermöglichen, wie das Festival erklärt.
Deutlich sichtbar wird dieser Anspruch in der neuen Kategorie «Creative Brand Lion». Ausgezeichnet werden hier künftig nicht einzelne Cases, sondern Marken, die kreative Exzellenz strukturell verankern. Das Festival beschreibt das als Anerkennung für jene, «die die Systeme, Kulturen und Fähigkeiten aufbauen, die erstklassige kreative Arbeit unvermeidbar und wiederholbar machen». Damit verschiebt sich auch die Perspektive: Nicht mehr nur Output zählt, sondern die Organisation dahinter.

Daten und AI: Vom Tool zum Ausgangspunkt

Auch bestehende Kategorien werden angepasst – vor allem dort, wo Technologie eine immer grössere Rolle spielt. Beim Creative Data Lion wird stärker gewichtet, dass Daten «zentral für die Idee und ihren messbaren Geschäftserfolg» sind. Neu sind zudem AI Craft-Subkategorien. Hier geht es um Arbeiten, bei denen «menschliche Kreativität und künstliche Intelligenz zusammenwirken», um Ergebnisse zu schaffen, die alleine nicht möglich wären. Zudem wird auch die Kategorie Retail Media ausgebaut – ein Bereich, der sich in den letzten Jahren vom Nebenkanal zu einem zentralen Spielfeld entwickelt hat.

LIONS Sport: Eigenes Spielfeld für Sportmarketing

Mit LIONS Sport bekommt das Festival ein neues Format, das sich komplett dem Thema Sport widmet. Die Organisatoren begründen diesen Schritt damit, dass sich der Fokus im Sportmarketing aktuell «von Reichweite zu Relevanz» verschiebt. Das zweitägige Spezialprogramm soll Marken, Plattformen und Rechteinhaber zusammenbringen – und zeigen, wie stark Sport inzwischen als kultureller und wirtschaftlicher Treiber funktioniert.

Jurys: Weniger Platz für Netzwerk-Lobbyismus

Bei der Besetzung der Jurys will das Festival 2026 stärker denn je auf unterschiedliche Perspektiven achten und setzt deshalb auf einen leicht angepassten Mix bei der Auswahl der Jury-Vorsitzenden. Zwar setzt das Festival weiterhin auf bekannte Namen aus den grossen Agentur Holdings und Netzwerken – ergänzt aber gezielt durch Stimmen ausserhalb davon. Zu den prominentesten Namen gehört Marcel Marcondes (AB InBev), der als erster Präsident überhaupt den neuen «Creative Brand Lion» verantwortet. Dass hier ein globaler CMO und kein klassischer Agentur-CCO sitzt, ist bereits ein Signal für die neue Kategorie.
Andrés Ordóñez (McCann), Chris Beresford-Hill (BBDO) oder Jessica Apellaniz (Wieden+Kennedy) sind etablierte Grössen aus globalen Netzwerken, die regelmässig bei Cannes auftauchen. Neu ist laut Mitteilung, dass vermehrt auch Vertreter von unabhängigen Agenturen Jury-Präsidien übernehmen. Dazu zählen beispielsweise Rafael Gil (Artplan), Aaron Starkman (Rethink) oder Oriel Davis-Lyons (Mother).

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