Cannes Interview – JvM/Limmat

Die Graubünden-Kampagne „The Great Escape“ beschert Jung von Matt/Limmat einen silbernen und einen bronzenen Cannes-Löwen. Hype5 hat den kreativen Köpfen hinter der Arbeit 5 Fragen gestellt.

Geposted am 23. Juni 2016 von Daniel Gremli

JvM/Limmat
„Gruppenfoto“ vor dem Palais: Alain Eicher, Lukas Frischknecht, Rob Hartmann und Samuel Christ (v.l.n.r.)

Wie ist die Idee entstanden?
In dem man vier total unterschiedliche Kreative (zwei Basler, einen Appenzeller und einen Allgäuer) in einen Raum einsperrt und sie die tolle Grundidee von Meeting zu Meeting diskutieren. Und genau das hat es gebraucht, damit am Ende so etwas Großartiges entstehen kann. Die Idee schleifen, bis sie sich perfekt anfühlt.

Nach dem Erscheinen der Kampagne kamen ziemlich bald Vorwürfe, dass die Geschichte inzeniert war. Ist da was dran?
Die Reaktionen und Gespräche sind alle echt. Zugegeben, beim einen oder anderen brauchte es einen kleinen Schuppser vors Plakat, aber was dann passierte, lag nicht mehr in unserer Hand. Etwas zu inszenieren, war da gar nicht nötig.

Die Kampagne richtete sich zunächst ja in erster Linie an den Schweizer Markt. Warum wurde sie zu einem globalen Phänomen?
Global kann sie nur gehen wenn die Grundidee eine kulturübergreifende und leicht verständliche ist. Aber natürlich hat auch der Charme, die Echtheit und die Unverstelltheit von Ernst dazu beigetragen, dass die Kampagne über die Landesgrenzen hinaus ein Erfolg wurde.

Ihr habt mit dem Dorftelefon kürzlich die Nachfolgekampagne lanciert. Was rechnet ihr euch damit für Chancen aus?
Nach dem gestrigen Tag mindestens ein Grand Prix Löwe, einen Black Pencil und mit etwas Glück den Friedensnobelpreis. Nein im Ernst, primär wollen wir da draussen die Menschen mit unseren Ideen begeistern. Das scheint uns gelungen zu sein. Wenn es oben drauf noch Preise gibt, umso besser.

Wie feiert ihr den Erfolg?
Getrennt: Rob in Cannes, Lukas im MyPlace, Alain am WK-Kompanieabend und Samuel mit seinen Kindern, den brüllenden Löwen, auf dem Spielplatz. Bald aber bei einem dicken Bündner Abendessen. Entweder in Zürich, oder ganz weit oben in Vrin. Entspannt und mit aller Ruhe der Welt.

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