Cannes Lions – Saturday Winners

Die Film Lions gelten nach wie vor als Königsklasse des Cannes Lions Festival. Hype5 zeigt alle Grand Prix des Abends und die beiden sensationellen Schweizer Bronze-Gewinner.

Geposted am 25. Juni 2016 von Patrick Ryffel

 

Film Grand Prix: Harvey Nichols – Shoplifters (adam&eveDDB, London)

 

Film Craft Grand Prix: Under Armour – Phelps (Droga5, New York)

 

Integrated Grand Prix: Netflix House of Cards – FU 2016 (BBH, New York)

 

Titanium Grand Prix: REI – #OptOutside (Venables Bell & Partners, San Francisco)

 

Film Bronze: Haus Konstruktiv – Second Chance (Ruf Lanz, Zürich)

 

Film Bronze: Refugees Welcome – Search Racism. Find Truth. (FCB Zürich)

Cannes Lions – Friday Winners

Die Unterhaltung erhielt dieses Jahr in Cannes erstmals ihr eigenes Festival – und auch ihre eigene Award Show. Zwei Grand Prix gehen in die USA, einer nach Deutschland.

Geposted am 24. Juni 2016 von Daniel Gremli


Entertainment Grand Prix: The New York Times – The Displaced (VRSE.WORKS)
Der erste Entertainment Grand Prix geht an die Virtual-Reality-Reportage, mit der die New York Times ihre VR-App lanciert hat. „The Displaced“ lässt den Betrachter in die Welt von Flüchtlingen eintauchen.

 

Entertainment Lions for Music Grand Prix: Edeka – Home for Christmas (Jung von Matt Hamburg)
In der Kategorie Music wurden gleich zwei Grand Prix vergeben, der erste an Jung von Matt in der Unterkategorie „original composition for a brand or campaign“.

 

Entertainment Lions for Music Grand Prix: Beyoncé – Formation (Prettybird Culver City)
Der zweite Music Grand Prix für „excellence in music video“ geht an Beyoncé und Prettybird in Kalifornien.

Cannes Interview – JvM/Limmat

Die Graubünden-Kampagne „The Great Escape“ beschert Jung von Matt/Limmat einen silbernen und einen bronzenen Cannes-Löwen. Hype5 hat den kreativen Köpfen hinter der Arbeit 5 Fragen gestellt.

Geposted am 23. Juni 2016 von Daniel Gremli

JvM/Limmat
„Gruppenfoto“ vor dem Palais: Alain Eicher, Lukas Frischknecht, Rob Hartmann und Samuel Christ (v.l.n.r.)

Wie ist die Idee entstanden?
In dem man vier total unterschiedliche Kreative (zwei Basler, einen Appenzeller und einen Allgäuer) in einen Raum einsperrt und sie die tolle Grundidee von Meeting zu Meeting diskutieren. Und genau das hat es gebraucht, damit am Ende so etwas Großartiges entstehen kann. Die Idee schleifen, bis sie sich perfekt anfühlt.

Nach dem Erscheinen der Kampagne kamen ziemlich bald Vorwürfe, dass die Geschichte inzeniert war. Ist da was dran?
Die Reaktionen und Gespräche sind alle echt. Zugegeben, beim einen oder anderen brauchte es einen kleinen Schuppser vors Plakat, aber was dann passierte, lag nicht mehr in unserer Hand. Etwas zu inszenieren, war da gar nicht nötig.

Die Kampagne richtete sich zunächst ja in erster Linie an den Schweizer Markt. Warum wurde sie zu einem globalen Phänomen?
Global kann sie nur gehen wenn die Grundidee eine kulturübergreifende und leicht verständliche ist. Aber natürlich hat auch der Charme, die Echtheit und die Unverstelltheit von Ernst dazu beigetragen, dass die Kampagne über die Landesgrenzen hinaus ein Erfolg wurde.

Ihr habt mit dem Dorftelefon kürzlich die Nachfolgekampagne lanciert. Was rechnet ihr euch damit für Chancen aus?
Nach dem gestrigen Tag mindestens ein Grand Prix Löwe, einen Black Pencil und mit etwas Glück den Friedensnobelpreis. Nein im Ernst, primär wollen wir da draussen die Menschen mit unseren Ideen begeistern. Das scheint uns gelungen zu sein. Wenn es oben drauf noch Preise gibt, umso besser.

Wie feiert ihr den Erfolg?
Getrennt: Rob in Cannes, Lukas im MyPlace, Alain am WK-Kompanieabend und Samuel mit seinen Kindern, den brüllenden Löwen, auf dem Spielplatz. Bald aber bei einem dicken Bündner Abendessen. Entweder in Zürich, oder ganz weit oben in Vrin. Entspannt und mit aller Ruhe der Welt.

Cannes Interview – Cornelia Harder

Mit dem „Bandenbingo“ und der Kampagne „Search Racism. Find Truth“ ist FCB Zürich bisher der grosse Abräumer unter den Schweizer Agenturen in Cannes. Hype5 hat CEO Cornelia Harder 5 Fragen gestellt.

Geposted am 23. Juni 2016 von Patrick Ryffel

 

Das HC Davos „Bandenbingo“ harderbetterfasterstrongerkommt offensichtlich sowohl bei den HCD Fans als auch bei den Cannes Juroren gut an. Was macht die Idee so erfolgreich? 
Entertainment und der Spass am Spiel. Es ist eine erfrischend neue Interpretation vom Bingo-Spiel – Bingo mit Action.

Die Kampagne „Search racism. Find truth.“ wehrt sich gegen Vorurteile, Online-Hetze und Fremdenhass. Abgesehen von den Awards für die Agentur: Was hat die Kampagne in der Realität erreicht?
Die Kampagne hat auf allen Seiten positive Reaktionen ausgelöst. Wir haben eine Plattform für Menschen geschaffen und nicht einfach für eine anonyme Gruppe, die Flüchtlinge. Und ganz einfach: mehr Spendengelder für die Hilfsorganisation „Flüchtlinge willkommen“ gesammelt.

In den letzten Jahren wurde FCB Zürich regelmässig bei Award-Shows ausgezeichnet. Wie erreicht man als vergleichsweise kleine Schweizer Agentur diese beeindruckende Konstanz?

Mit viel Talent, Schweiss, Blut und Tränen. Unser Credo, Creative to the Core, leben wir in der Agentur auf allen Ebenen. Und es macht uns sehr stolz, dass wir in den letzten 5 Jahren immer mit mindestens einem Löwen von Cannes zurück reisen durften.

Award-Einreichungen sind teuer und aufwändig. Warum macht FCB Zürich bei dem „Award-Zirkus“ überhaupt mit?
Wir bei FCB glauben an die Strahlkraft der Löwen für Kunden, Marken und Mitarbeitende. Herausragende Ideen sind unser Kapital und deshalb stellen wir uns jedes Jahr der internationalen Konkurrenz und lernen immer wieder sehr viel von unseren Netzwerk-Kollegen und Konkurrenten.

Wie feiert ihr die Erfolge der Cannes-Woche?
Wir lassen es krachen und feiern nächste Woche eine Riesen-Party mit unseren Mitarbeitenden.